Wort des Präsidenten

Liebe Golferinnen und Golfer,

Was soll man noch sagen. Das Jahr 2021 hat uns weiterhin mit Corona Aufs und Abs nicht zur Ruhe kommen lassen. Nun, Viele von uns haben sich, Gott sei Dank, impfen und boostern lassen.

Leider fielen trotz allem die Ligawettbewerbe aus. Allerdings haben wir das Glück, dass unser Golfspiel in der Politik frühzeitig als Outdooreinzelsport in den Genuss der Freigabe unter Hygienebedingungen fiel. Dies hat auch zu neuen Golfinteressierten beigetragen, was so mancher Club gut gebrauchen kann.

Wir haben aus den grenzüberschreitenden Coronaproblemen eine Konsequenz gezogen und sind mit unserem Club zum 01.01.2022 nun auf die deutsche Seite zurückgekehrt. Der neue Heimatplatz Golfplatz Pfälzerwald, hat uns gut aufgenommen und bietet uns ein hervoragendes sportliches und gesellschaftliches Ambiente. Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit und bedanken uns bei allen Beteiligten.

Neben unserem schönen Sport hat auch dieses Jahr gezeigt, wie wichtig gute, gepflegte und aufrichtige Beziehungen unter Menschen und Völkern sind. Es ist nicht selbstverständlich friedliche und gedeihliche Lebensumstände mit dem Nächsten, den Nachbarn oder sogar Nachbarstaaten zu unterhalten. Grenzschließungen, wie wir sie in 2020 erleben mußten, sind sicherlich dazu wenig förderlich. Gute Freundschaften sollten das aber aushalten und überwinden können.

Schon in den letzten Jahren schrieb ich: Das Beispiel Ukraine/Russland gibt uns ein bezeichnendes Beispiel, wie sogar sogenannte Bruderstaaten plötzlich sich feindlich gegenüberstehen. Ebenso ist es eigentlich unerklärlich, wie islamische Völker plötzlich gegeneinander aufgebracht sind und im Namen des selben Gottes/ Allah sich bestialisch umbringen. - Nun kann man seit Beginn des Jahres 2017 noch weitere Direktrivalitäten unter den Arabischen Staaten dazusetzten. Hier ist der Jemen als neues erschreckendes Beispiel zu nennen. Allerdings wird mit einem Direktkonflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran ein nochmals größerer Gefahrenbereich für uns alle sichtbar und durch weitere Flucht auch spürbar.

Mit der Präsidentschaft von Herrn Biden in den  USA, hat sich vordergründig die Lage an der " Partnerfront" entspannt. Eine Änderung an die schon niemand mehr zu glauben wagte.  Mit Präsident Trump wurde davor erstmals das ganze Dilemma der bisherigen Globalisierung deutlich. Und es gibt ausgerechnet diesen Milliardär, der dies auch ausspricht. Wer immer nur die Rosinenpickerei weltweit zulässt, verliert die Volkswirtschaft aus den Augen. Oder wer bezahlt denn die Sozialleistungen, Renten und andere wesentlichen Errungenschaften unserer Länder? Es sind sicher nicht die Importeure, die sich die Produkte billig in Billigstlohnländern herstellen lassen und diese dann zu recht gewinnbringenden Preisen auf unseren Märkten verkaufen können. Es sind auch nicht die Unternehmen, welche sich bei uns durch aberwitzigste Steuertricks um das Gemeinwohl herum manövrieren können. Man wird gespannt verfolgen, wie die Europäische Union mit dieser Änderung der wirtschaftlichen Großwetterlage umgehen wird. Nun in der EU hat sich leider bisher nur wenig bis nichts getan, auch in 2021 muss man das erneut feststellen.. Man war mit dem Brexit und seinen vor allem finanziellen Folgen voll beschäftigt. Außer Ankündigungen ist wenig Besserung in Sicht. Der Ausverkauf der industriellen Filetstücke in Europa und speziell in Deutschland geht unvermindert weiter und wird von den Vorständen unserer Konzerne mit viel skrupelloser Energie betrieben. ( Linde, Siemens; Osram, Alstom mit Siemens Bahntechnik usw...)

Nun daraus ergibt sich die Frage, was können wir denn dazu tun, welchen Beitrag sollen oder könnten wir leisten. Meine lieben Mitgolfer/innen, es gibt einen Weg. Wir können miteinander reden, aufklären und unsere Politiker/innen zur Rede stellen, wie sie gedenken zum Wohle des Gemeinwesens /Staat und seiner Bürger/innen rechtschaffen zu handeln. Wer immer nur auf anderer Leute Geld schielt, sollte den oder diejenigen mal fragen, was sie tun, um sparsam und weitsichtig mit unser aller Volksvermögen umzugehen. Wir haben es auch in nun 12 fetten Jahren, bei sprudelnden Steuereinnahmen nicht geschafft als Staat unsere Schulden stärker zu verringern. Die nächste Inflation steht vor der Tür und wir werden unsere zwei Billionen Euro Schuldenlast noch teuer bezahlen müssen. Unserem Nachbarn Frankreich geht es da sicher nicht besser. ( Vielleicht hilft ja Präsident Macron, oder steht er für die Vergemeinschaftung der Schulden in EU-Europa? Man wird sehen...). Aber neues tat sich auf in Frankreich, die Gelbwestenbewegung hatte den Staat zu einigen Umkehrschwüngen veranlasst. Neu dazu kam noch die Rentenproblematik mit endlosen Streiks. Man wird sehen, wie und ob Politik auch in anderen EU-Ländern sich weniger um sich selbst und mehr um den Bürger und seine Anliegen kümmert. Nun hat Corona noch eins drauf gesetzt. Wir geben direkt und indirekt in der EU ca. 2 Billionen € zusätzlich aus. Ebenso allimentieren wir, jeder Staat für sich, die im Lock down niedergerungenen Volkswirtschaften mit weiteren riesigen Summen. Hoffentlich hat da einer gut gerechnet und nimmt sich nicht gleich das Geld von seinen Steuerzahlern zusätzlich zurück. Wir sind ja jetzt in besten Händen von Kanzler Olaf Scholz und Finanzminister Christian Lindner.(!?!)

Gerade wir Deutschen und Franzosen müssen aus unserer langen gemeinsamen oft unheilvollen Vergangenheit wissen, welche Kraft in Entgegenkommen, guten Gesten und gemeinsamen Handeln liegt. Wir beweisen es nun seit Ende des 2. Weltkrieges politisch, wirtschaftlich und kulturell. Das Zeichen einer weiteren Vertiefung der Beziehungen durch bessere gegenseitige Sprachkenntnis, wie es die Saarländische Ministerpräsidentin in 2014 gemeinsam mit Ihren verantwortlichen Partnern auf französischer Seite ausgerufen hat, wird inzwischen schon an unseren Kindergärten durch zusätzliche französische/ deutsche Spiel- und Förderstunden praktiziert.

Was dort passiert, passiert auch auf unseren regionalen Golfplätzen. Französische und Deutsche Golfer/innen spielen gemeinsam, tauschen sich in beiden Sprachen aus miteinander und sorgen so ganz einfach für gegenseitigen Verständnis und Verstehen. Das ist gelebtes Europa und wir können alle stolz darauf sein, hier einen einfachen, kleinen aber entscheidenden Beitrag für das Ziel einer Völkerverständigung  zu leisten.

Dass wir in beiden Volkswirtschaften zur Zeit unterschiedliche Tempi feststellen, ist sicherlich wahr. Es sollte uns aber nicht übermütig machen, sondern uns anspornen, Hilfe und gemeinsame Lösungen anzustreben. Nicht immer ist der Schnellere am Ende der Gewinner, wenn er die anderen braucht um zu gewinnen, muss er sie auch mitnehmen. Sonst hätten wir sicherlich ein seltsames Verständnis eines vereinten Europas und einer so gepriesenen Europäischen Union. Da sind wir beim Sprengstoff des Jahres 2016, 2017, 2018, 2019, 2020 und 2021: dem Brexit. Die Geister, die ich rief, werde ich nun nicht wieder los, könnte man aus britischer Sicht sagen. Es zeigt sich aber auch hier wieder, welche Macht in Banken und Beratungsunternehmen liegt, die uns in unseren Konzernen ach so gut und neutral begleiten. Das Zentrum der Macht über Kauf und Verkauf von besten europäischen Unternehmen ist London.  Alles wird in London ausgedacht und umgesetzt. Nun suchen diese eine oder mehrere neue Stützpunkte, um Ihr Spiel weiter spielen zu können. Es ist wirklich interessant und erschreckend zu gleich, diesem Weltmonopoly zusehen zu dürfen und zu müssen. Es werden für kurze schnelle Profite beste Unternehmen zerschlagen, aufgeteilt und filetiert. Wir klatschen auch noch alle in der Politik Beifall, wenn die Nummer 1 der Welt sich die Nummer 2 der Welt einverleibt, oder sogenannte nicht zum Kerngeschäft  gehörenden Bereiche abgestoßen werden. Kein echter Unternehmer, der sein Unternehmen über Jahrzehnte auf- und ausgebaut hat, würde so handeln. Mal geht der eine Bereich besser, mal der andere. Aber erst zusammen wird es etwas Starkes und Stabiles.  Der Staat schaut angeblich machtlos zu, wozu haben wir Kartellämter, wozu können wir Einspruch über die entsprechenden Ministerien gegen Ausverkäufe an China usw. legen, wenn wir nur da sitzen und wie das Kaninchen vor der Schlange warten, dass wir gefressen werden. Meine Damen und Herren, dies geht uns alle an. Golfspiel muss bezahlt werden können. Wenn die Arbeitsplätze weglaufen, nützt der schönste Golfplatz nichts. Daher lassen wir uns nichts vormachen und kämpfen um unseren Wohlstand. ( Oder sollen nur noch Roboter in Zukunft Golf spielen.)

Ob der Euro da ein Segen als Bindeglied oder eher ein Fluch ist, es wird sich zeigen. Eines kennen wir alle schon aus unseren kleinsten Einheiten wie Familie, Ehe, Beziehung, den Satz:"beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf". Dieser Satz hat Sprengkraft und ist weitaus älter als unser derzeitiges gemeinsames Zahlungsmittel.  Auch hier gilt, sich an Regeln halten hilft und ist sicher bei einer so komplizierten Materie ein Muss. Leider haben fast alle Spieler hierbei gelegentlich falsch gespielt. Vielleicht hilft der politische Druck aus den Verwerfungen anderer Länder, wie auch wieder vielfach in 2017,  2018, 2019, 2020 und 2021 gesehen, uns klar zu machen, wir haben eine große Chance, verspielen wir sie nicht.

Um so mehr, so schreibe ich gerne immer wieder,  ist es ein schöner Ausgleich, eine Runde Golf auf einem schönen gepflegten Platz nach getaner Arbeit spielen zu können.

Alle von unserem Club ausgetragenen Turnierspiele sind ebenfalls im Kalender zu ersehen. Diese sind natürlich für alle Spieler/innen, gleich welchem Club oder Verband sie angehören, wie immer offen.

Platzreifekurse mit DGV Platzreifeprüfung sind sehr gut angenommen und werden weiterhin verstärkt bei uns angeboten.

Unter der Rubrik" Partner " gibt es weitere Links zu Partnern, welche uns seit Jahren in unserer gemeinsamen Arbeit um den Golfsport unterstützen und begleiten. Diese Partner bieten Ihnen durch Klick auf den Link in ihrer Homepage weitere Angebote zu Golf, wie komplette Ausstattung, Fitting ( Schlägeranpassung und Individualisierung ), Platzreifekurse, sowie 9 Loch Turniere und Golfreise -Veranstaltungen an. Ebenso haben wir einen Link zu unserem IT Unternehmen geschaltet, welches uns seit Jahren in allen technischen Punkten betreut und auch diese Homepage technisch "gestrickt" hat. Ebenso finden Sie unter der Partnerrubrik den Bereich Hotels. Schauen Sie mal hinein, es lohnt sich vielleicht auch für Sie.

Sportlich war das Jahr 2021 ein kurzes Jahr. Alle Ligaspiele der Mannschaften fielen Corona zum Opfer. Wir haben nach Öffnung unseres Platzes die Heimspieltermine für jeweils kleine Turniere der Mannschaftspieler/innen genutzt und jeweils mit Siegerehrung und Essenseinladung ausklingen lassen.

Der Deutsche Golfverband hatte sich entschieden das Worldhandicapsystem erst in 2021 einzuführen. Nach anfänglich schweren Turbulenzen ist nun tatsächlich Ruhe eingekehrt.

Eine neue Angelegenheit ist aber für 2022 ersichtlich. Es ist nun ein mit Wahlrecht versehenes Golfhaftplichtversicherungsmodell des DGV im Entstehen. Jeder und jede dem DGV angehörige Spieler/in muss sich jetzt selbst um diese Sache kümmern. Einen automatische Versicherung wie zuvor, gibt es so nicht mehr. Der DGV hat diesbezüglich mit Kartenausgabe darüber informiert und die Vorgehensweise beschrieben. Wir, die Golfclubs, sind dazu leider weder gefragt noch in den Ablauf eingebunden worden. Wir haben daher auch keine weitere Fachinformation oder weiteren fachlichen Rat.

Für die neue Saison wünscht der gesamte Vorstand Allen gute und erfolgreiche Spiele. Vor allem bleiben Sie gesund, halten Sie die zu Ihrer Sicherheit die Absatnds- und Hygieneregeln ein. Maskenpflicht ist zur Ehrensache geworden.

Wir, der gesamte Vorstand, freuen uns auf sportliche und gesellschaftliche Zusammentreffen mit Ihnen und hoffen auf ein gesundes Wiedersehen.

Mit sportlichem Gruß

Gerald Heitzmann

- Präsident -